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Welcome > Pferdeosteopathie > Genick und Taktproblem

Genick und Taktproblem

Warum treten  Genick - und Taktproblem

gleichzeitig auf ???

 

Es gibt Ursachen im Nervensystem und auch im Muskelsystem, die immer im Zusammenhang stehen.

Zum Verständnis seien sie separat erläutert:

Nervensystem :

Die Schädelbasis steht mit dem Kreuzbein in Verbindung.

Das Hirn wird von einer Flüssigkeit umspült, diese gleiche Flüssigkeit umgibt auch das Rückenmark. Die Verteilung und Bewegung dieser Flüssigkeit erfolgt in einem geschlossenem System. Der Raum wird von der harten Hirnhaut begrenzt. Diese setzt sich schlauchförmig fort vom großen Hinterhauptsloch - der Übergangsstelle zum Rückenmark, wo sie rundherum befestigt ist -  bis zum 2. Kreuzbeinsegment beckenseitig.

Dazwischen ist der Schlauch frei beweglich und schwingt im craniosacralen Rhythmus,d.h.

die Flüssigkeit wird in einem körpereigenem Rhythmus ( langsamer als der Herzschlag ) in diesem .Schlauchsystem bewegt.

Das hat zur Folge, dass Bewegungen des Hinterhauptes direkt auf das Kreuzbein übertragen werden. Daraus resultiert eine synchrone Bewegung von Hinterhaupt, Kreuzbein  und darüber hinaus über die Verbindung der IleoSacralGelenke (Verbindung Kreuzbein/Beckenschaufel) hinaus auf das Becken .

Das bedeutet, dass Fehlstellungen im Bewegungsapparat über den Schlauch der Hirnhäute zu Beschwerden im Kopf-/Nackenbereich  führen können, wie auch diese Beschwerden  umgekehrt zu Einschränkungen des Bewegungsapparates führen können.

Diese Verbindung ist auch der Grund, weshalb Bewegungseinschränkungen dieser Regionen oder Schmerzen durch Verspannungen der Muskulatur, die entweder oben am Halsansatz oder im LWS-Steiss-Übergang  auftreten normalerweise auch als Symptom am jeweils anderen  Ende synchron auftreten.



    

Muskelsystem:

Bild  -  Quelle: "ABC of the Horse"

Jede Muskelzelle ist von einer bindegewebigen Membran umgeben.

Mehrere Muskelzellen sind wieder durch eine bindegewebige Membran zu einer Muskelfaser gebündelt. Mehrere Muskelfasern werden wiederum von einer bindegewebigen Hülle zu Muskelfaserbündeln zusammengefasst.

Und schließlich wird der ganze Muskel von dem bindegewebigen

Muskelbeutel umgeben. Wie in der Haut verlaufen und enden auch

im Muskel alle Blutgefäße und Nerven in diesen bindegewebigen

Strukturen .

Nach zentral und peripher werden alle bindegewebigen Muskelhüllen

zu Muskelsehnen. Die Muskelsehnen gehen in die Haut von

Knochen, in Gelenkknorpel oder in die Kapseln von Gelenken über.

Das ganze nennt sich das Fasziensystem im Körper.

Im tiefen muskulären System der Rückenstrecker bündeln sich die Fasern längs und bilden einen Verbindungsstrang zwischen Kopf und Kreuzbein.

Eine Verspannung an einem Ende setzt sich über dieses „Kabelbündel“ bis an das anderen Ende stufenweise fort und ziehen einseitig an den knöchernen Strukturen und führen zu „Blockierungen“ der Wirbelbeweglichkeit.                                               

Der Zusammenhang beider Systeme:

Die verspannte Muskulatur in allen Etagen führt zum Verlust von Beweglichkeit der Wirbelkörper und beeinträchtigen damit auch die Schwingungsfähigkeit im craniosacralen System.

Umgekehrt führen eine eingeschränkte Schwingungsfähigkeit des Hirnwasserschlauches über die aus dem Rückenmark paarig abgehenden Spinalnerven zu reflektorischen Spannungszuständen in der Muskulatur, die sich dann wieder entlang des anatomischen tiefen Verlauf  allseitig nach oben (Kopf-Hals-Übergang) und  unten (Übergang Lendenwirbelsäule-Kreuzbein-Becken) ausbreiten.